Deutscher Zukunftspreis

Bergmann Kalk gratuliert zur Nominierung

 

 

Tolle Nachrichten aus Azendorf: Der maxit Forschungs- und Entwicklungsleiter ist für den „Deutschen Zukunftspreis“ nominiert. Diplom-Ingenieur Friedbert Scharfe, der bereits seit 30 Jahren im mittelständischen Familienunternehmen tätig ist, reagierte mit Freude und Dankbarkeit auf die heutige Bekanntgabe des Bundes­präsidialamtes:

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„Um sich auf diese Weise entfalten zu können, braucht es das richtige Umfeld“, so Scharfe. „Maxit hat mir nicht nur den Raum, sondern auch das Vertrauen und die Mittel gegeben, meine manchmal gewagten Ideen umzusetzen.“ Seine nominierte Erfindung ist eine aufspritzbare Gebäude­dämmung, die den Sanierungsstau in Deutschland beenden und das Erreichen der Klimaziele beschleunigen soll.

 

Von Oberfranken nach Berlin: Baustoffspezialist Maxit aus Azendorf findet sich noch in diesem Jahr auf der großen Hauptstadt-Bühne wieder. Grund ist die Nominierung des unternehmenseigenen Forschungs­chefs Friedbert Scharfe für den Deutschen Zukunftspreis 2020. Der Bundespräsident persönlich verleiht die renommierte Auszeichnung, die für herausragende Technik und Innovation „made in Germany“ steht und bereits seit 1997 jährlich vergeben wird.

 

Scharfe ist Teil eines interdisziplinären Forscherteams: Gemeinsam mit Prof. Dr. Thorsten Gerdes von der Universität Bayreuth und Dr. Klaus Hintzer vom Unternehmen Dyneon (3M) hat er eine völlig neuartige Wärmedämmung für Gebäude entwickelt. Der aufspritzbare Dämmstoff „maxit ecosphere“ besteht zur Hälfte aus mikroskopisch kleinen Glashohlkugeln. Diese verzögern den Wärmedurchgang so effizient, dass kaum noch wertvolle Heizenergie verloren geht – ein klarer Pluspunkt in Sachen CO2-Einsparung und Klimaschutz. Dabei ist ecosphere nicht brennbar, lässt sich aber im Sinne einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft vollständig recyceln. Auf der Baustelle erfolgt die Verarbeitung mit üblichen Putzmaschinen – und zwar ebenso zügig wie einfach. Tatsächlich forscht Maxit jedoch bereits an Spritz­robotern, die einen Teil der Standardarbeiten übernehmen sollen. „Es fehlt in Deutschland meist nicht an der Bereitschaft zu sanieren, sondern häufig an geeigneten Fachkräften. Diesem sowie auch dem Problem der globalen Ressourcen­verknappung wollten wir mit ecosphere entgegenwirken“, so Friedbert Scharfe.

 

Neue Arbeitsplätze für die Region

Zusätzliche Ressourcen schafft das neuartige Produkt derweil im Unternehmen selbst: Aktuell baut Maxit eine neue Produktionsanlage – eigens zur Anmischung von ecosphere. „Wir gehen davon aus, mit dieser Investition nochmal circa 30 bis 50 neue Arbeitsplätze am Standort zu schaffen“, freut sich auch der Geschäftsführende Gesellschafter der Maxit-Gruppe, Hans-Dieter Groppweis. „Dabei macht es uns besonders stolz, dass die Arbeit von maxit und Friedbert Scharfe nun auch bundesweit höchste Aufmerksamkeit und Anerkennung findet.“ Und stolz dürfen die Azendorfer auch sein: Eine Bewerbung um den Deutschen Zukunftspreis ist nämlich ausgeschlossen. Nominiert wird nur, wer von einer fachkundigen Institution vorgeschlagen und von der Preisjury auserwählt wurde. Bei dem nationalen Leistungsvergleich werden herausragende technische, ingenieur- oder naturwissen­schaftliche Neuerungen sowie solche aus dem IT-Bereich ausgezeichnet. Die offizielle Preisverleihung mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier findet am 25. November in Berlin statt und wird im ZDF übertragen.

 

Hintergrund

Auf der Weltleitmesse „BAU 2019“ in München stellte Maxit seine neue Dämmstofftechnologie „ecosphere“ erstmals dem Fachpublikum vor. Dabei handelt es sich um einen rein mineralischen sowie besonders ressourcenschonenden Baustoff, dessen Dämmwirkung auf mikroskopisch kleinen, teilvakuumierten Hohlglaskugeln beruht. Diese können aus unterschiedlichsten Arten von Sand hergestellt werden und wirken somit der globalen Bausandverknappung entgegen. Der nicht brennbare Dämmstoff auf Mörtelbasis kann einfach per Putzmaschine auf jeglichen Untergrund – innen wie außen – aufgebracht werden. Das Material ist direkt aus dem Baustoffsilo spritzbar und damit nicht nur vollkommen fugenlos, sondern auch einfach zu verarbeiten. Mit einem hervorragenden Wärmeleitwert überzeugt ecosphere seitdem als ökologische Alternative zu herkömmlichen Dämmstoffen.

 

Die Entwicklung der spritz­baren Dämmung „ecosphere“ brachte Maxit-Entwicklungschef Friedbert Scharfe (67) jetzt überraschend eine Nominierung für den Deutschen Zukunfts­preis 2020 ein. Foto: Deutscher Zukunftspreis | A. Pudenz

 

 

Per Putzmaschine kann die ressourcen­schonende „ecosphere“-Dämmung ganz einfach auf die Wand gespritzt werden. Diese Entwicklung aus der Maxit-Ideenschmiede findet nun auch außerhalb der Baubranche besondere Aufmerksamkeit. | Foto: maxit

 

 

Weiterführende Informationen erteilt:

 

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